Bindnegros

Fair-Trade


 

Seit einigen Jahren werden im internationalen Handel immer mehr Produkte und Waren angeboten, die aus einem fairen Handel stammen. Dabei handelt es sich zum Großteil um Güter die aus Entwicklungsländern stammen und in die Industrieländer exportiert werden.


Der faire Handel, international auch als Fair Trade bekannt, setzt sich für die landwirtschaftlichen Erzeuger und Angestellten in der Produktion ein. Für die Arbeiter soll eine Garantie auf eine bestimmte, festgellegte Entlohnung bestehen. Um die Arbeit angemessen entlohnen zu können sind die fair gehandelten Waren etwas teurer als die Herkömmlichen. Die meist landwirtschaftlichen Erzeugnisse oder Produkte, die ein Fair Trade Siegel tragen, werden zum Großteil in Naturkostläden angeboten, sind aber auch im Sortiment von Supermärkten vertreten und werden in der Gastronomie angeboten.


Beim herkömmlichen Export und Verkauf der Waren bleiben die Landwirte und Arbeiter auf der Strecke. Sie erhalten nur einen Bruchteil des Kauferlöses. Die Ursache liegt bei den Unternehmen, die Produkte am gewinnbringendsten Verkaufen möchten und dabei die Produktionskosten so gering wie möglich halten. Hinzu kommt der Wettbewerb auf dem Weltmarkt, er führt zu niedrigen Preisen, damit sinken auch die Löhne in den Entwicklungsländern.


Durch die Organisation Fairtrade Labelling Organizations International, die den fairen Handel zertifizieren, werden die Gütesiegel für die unterschiedlichen Produkte und Erzeugnisse vergeben. Die Dachorganisation legt Wert auf die Einhaltung von Menschenrechten, sozialen Arbeitsbedingungen und Umweltstandards bei der Produktion.


Ursprünglich bezog sich der faire Handel auf landwirtschaftliche Produkte (Kaffee, Obst, Kakao, Zucker usw.). Auch handwerkliche Güter aus den Entwicklungsländern wurden faire gehandelt. Mit der zunehmenden Nachfrage und dem Bewusstsein der Verbraucher werden immer mehr Waren durch fairen Handel auf den Markt gebracht. Auch bei diesen gelten bestimmte Auflagen der Menschenrechte, mit fairen Löhnen und eine Produktion ohne Kinderarbeit, und die Einhaltung von Umweltschutzauflagen, wie das Verbot von Pestiziden und einem nachhaltigen Anbau.


Neben dem bekannten Siegel des Fair Trade gibt es noch weitere Organisationen die mit der Fairtrade Dachorganisation zusammenarbeiten und andere Kennzeichnungen tragen. Die verschiedenen Verbände und Organisationen setzten sich neben einem fairen Handel auch für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein, diese Interessen spiegeln sich in den Auflagen der Zertifikate wieder.