Über das Essen
Essen spielte in den unterschiedlichen Epochen der Menschheit nicht immer die gleiche Rolle. Zu Beginn der Menschheitsgeschichte diente die Nahrungsaufnahme dem reinen Überlebenskampf. Es gab selbstverständlich noch keine ausgetüftelten Gerichte und Geschmackskombinationen.
Von der Antike ist bekannt, dass zum Beispiel die alten Römer zur Völlerei und wahren Genussorgien neigten. Es wurden zumindest in den oberen Kreisen rauschende Feste mit einer Unmenge an Nahrungsmitteln gefeiert. Hierbei wird deutlich, dass ausgiebiges Essen ein sinnlicher Genuss sein konnte, der ebenso wie andere Betätigungen dir Triebe befriedigte.
Im Mittelalter hingegen wurde das Essen durch zahlreiche religiöse Vorschriften bestimmt. Viel mehr als in der heutigen Zeit hielten sich die Menschen daran, an bestimmten Tagen zum Beispiel kein Fleisch zu essen oder keinen Alkohol zu trinken. In den gehobenen Kreisen des Adels und des Klerus gab es aber bereits eine gute Küche. Hier wurde versucht, die zahlreichen Kirchenvorschriften durch irgendwelche Ausnahmeregeln zu umgehen.
In der heutigen Zeit ist es so, dass größere Bevölkerungsschichten beim Kauf von Nahrungsmitteln sehr auf den Preis achten müssen. Zahlreiche Lebensmittelketten versuchen daher, sich beim Preisgefüge gegenseitig zu unterbieten. Mögliche Folgen dieses Preiskampfs beim Fleisch und anderen Lebensmitteln sind Massentierhaltung oder unhygienische Zustände bei der Nahrungsmittelzubereitung.
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Andere Bevölkerungskreise lassen das Essen zu einem echten Genusserlebnis werden. Hiervon zeugen viele Restaurants, die von Gourmet-Führern mit Sternen ausgezeichnet wurden. Auch bestimmte Lebensmittelläden und Unternehmen des Partyservice haben sich auf eine sehr gehobene Küche eingestellt. Hier zählt Qualität und Frische der Ware ebenso wie eine geschmackvolle Zubereitung. Gesellschaftliche Unterschiede werden eben gerade auch beim Essen sehr gut sichtbar.
